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AdipositasZentrum am Joho hervorragend von Dt. Gesellschaft für Chirurgie rezertifiziert

Die Klinik für Chirurgie im St.-Johannes-Hospital mit Chefarzt Prof. Dr. med. Bolder gründete vor einigen Jahren erfolgreich das Adipositas Zentrum am JoHo. Im August 2014 wurde es durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie als erstes und einziges Zentrum in Dortmund zertifiziert. Bislang wurden hier über 500 Patienten erfolgreich behandelt. Nun hat im Februar 2018 die Rezertifizierung stattgefunden mit nachhaltig hervorragender Bewertung. Professor Bolder freut sich über das Ergebnis: „Die Top-Bewertungen gab es für unsere individuelle Therapie auf exzellentem operativen Niveau. Aber auch für die gute Ablauforganisation und Dokumentation sowie die Zimmerausstattung auf unserer Station. Die Patienten fühlen sich bei uns in jeder Hinsicht gut aufgehoben.“ Das Zentrum zeichnet sich durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Behandlungs- und Therapiebereiche, durch individuelle und mannigfaltige OP-Verfahren und eine engmaschige Nachsorge der Patienten aus.


Steigende Zahl an Übergewichtigen
In Deutschland steigt stetig die Zahl der an Adipositas leidenden Menschen und das damit für die einhergehende Gesundheitsrisiko. Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes sind die Folgen. Soziale Isolation kommt bei vielen Betroffenen dazu, denn mit dem Gewicht und vielen erfolglosen Diätversuchen sinkt das Selbstwertgefühl und ein negatives Selbstbild verfestigt sich. Depressionen sind dann oftmals unausweichlich.


Hierzu Lande haben bereits 3 Prozent der Bürger einen BMI (Body Maß Index) von über 40 kg/m2, der Durchschnitts-BMI gesunder Menschen liegt unter 25 kg/m2. Ab einem BMI von 25 kg/m2 fängt das Übergewicht an, ab einem BMI von 30 kg/m2 besteht eine Adipositas. Wenn der BMI über 40 kg/m2 liegt, ist eine Gewichtsabnahme durch Diäten alleine nicht mehr möglich. Die Ursache hierfür liegt in der hormonellen Aktivität des Fettgewebes. Dieses schüttet genau die Hormone aus, die dem Gehirn einen Anreiz geben ein Hungergefühl zu verspüren, was wiederum in einer gesteigerten Nahrungsaufnahme resultiert.


Hilfe bei Diabetes mellitus Typ 2
Die Hälfte der Patienten leidet an einem Diabetes mellitus Typ 2. Fast immer gelingt es, einen neu aufgetretenen Typ 2 Diabetes zurückzudrängen. Damit kann oft die Notwendigkeit, Medikamente einzunehmen oder Insulin zu spritzen vermieden werden. Vor allem aber wird das Risiko Begleiterkrankungen eines Diabetes, wie Augen- oder Nierenerkrankungen, zu entwickeln erheblich reduziert. Auch kann das Fortschreiten dieser Erkrankungen mit Erblindung oder Dialysepflichtigkeit oft aufgehalten werden. Ebenso steigt die Chance, dass vormals übergewichtige Frauen nach ihrer Gewichtsabnahme schwanger werden deutlich. Ein weiterer Effekt ist, dass die Kinder ein deutlich vermindertes Risiko erben, an Diabetes oder Adipositas zu erkranken.


Intensive Beratung
Das Adipositas Zentrum gibt genau diesen Patienten auf vielfältigen Ebenen Hilfestellungen zur Gewichtsreduktion. Ein multimodales individuelles Therapiekonzept (MMK) berät hinsichtlich einer notwendigen Ernährungsumstellung und einer sinnvollen Diät. Inwieweit eine Behandlungsbedürftige Essstörung vorliegt, wird ebenfalls bewertet. Ein weiterer Baustein ist eine Steigerung des Energieverbrauchs durch mehr Bewegung. Auch hierbei erhalten die Patienten eine umfangreiche Beratung.


Erfolgreiche Therapie mit Kostenübernahme
Nach einem erfolgreich durchlaufenen MMK stellen sich die Patienten beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen vor, der eine Einzelfallüberprüfung vornimmt und ein Gutachten über den Gesundheitszustand für die Krankenkasse erstellt. Hierbei wird bewertet, inwieweit die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme erfüllt sind. Bei Einhaltung dieses Konzeptes hat der Patient gute Aussichten, nach einer geeigneten Adipositasoperation wieder normalgewichtig zu werden.


Individuelle OP-Verfahren
Auch die OP-Verfahren werden individuell erwägt. Vier Verfahren in „Schlüssellochtechnik“ sind der Magenbypass, Schlauchmagen, Minibypass oder das Magenband. Sollten diese
02.03.2018 Pressemitteilung Adipositaszentrum S. 3
Verfahren nicht in Frage kommen, stehen Ersatzverfahren ebenfalls zur Verfügung. Die Schlauchmagen-OP und die Bypass-OP bewirken eine hormonelle Veränderung, die den Appetit vermindert und ein früheres Sättigungsgefühl vermittelt. Grundsätzlich ist die Operation des Patienten ist als Hilfestellung zur Gewichtsreduktion zu sehen und um danach das Gewicht zu halten.


Selbsthilfe
Dem Adipositas Zentrum gehört eine Selbsthilfegruppe an. Weitere Infos dazu unter http://www.joho-dortmund.de/Adipositaszentrum.html.


Kontakt:
Chefarzt Prof. Dr. med. Ulrich Bolder
Klinik für Chirurgie
AdipositasZentrum
Telefon Sekretariat: (0231) 1843 - 35744

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