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Berufe-Schnuppern am"Boys´ Day"

Dr. med. Jens Arlinghaus erklärt seinem Sohn Niklas, welche Körperregion der Kernspintomograph untersucht hat: In diesem Fall sind es die Gefäße des Kopfes.

Im blauen Kasack sitzt Niklas Arlinghaus im Untergeschoss des St.-Johannes-Hospitals. Gebannt schaut er auf einen Computerbildschirm, sieht sich schwarz-weiße Bilder an. In diesem Fall sind es die Beingefäße eines Patienten, der in diesem Moment im Kernspintomographen liegt.

 

Niklas ist 14 Jahre alt und darf für einen Tag einen Blick hinter die Kulissen des Berufs der Medizinisch Technischen Radiologieassistenten, kurz MTRA, werfen. Das tut er im Rahmen den „Girls- und Boys' Day“. Ziel dieses bundesweiten Aktionstages der Schulen ist es, dass Jungs einen Einblick in typische Frauenberufe und Mädchen einen in Männerberufe bekommen. „Heute ist das aber zum Glück nicht mehr so klar zu unterscheiden“, weiß der Schüler des Max-Planck-Gymnasiums. Außerdem erläutert er, dass Radiologieassistenten früher vor allem weiblich waren, heute sei das Verhältnis von Frauen und Männern sehr ausgeglichen.

 

Warum er sich ausgerechnet für die Medizinisch Technische Radiologieassistenz interessiert? Einerseits sind seine Lieblingsfächer in der Schule Biologie und Latein – beste Voraussetzung also für einen solchen Beruf. Andererseits fällt der Apfel wohl nicht allzu weit vom Stamm: Niklas´ Vater Dr. med. Jens Arlinghaus ist Oberarzt in der Radiologie. „Ich finde das hier alles schon sehr interessant, allerdings verstehe ich die Fachausdrücke nicht wirklich“, sagt Niklas.

 

An diesem einen Tag lernt der 14-Jährige, wie die diagnostischen Geräte funktionieren. Erst schaut er sich die Computertomografie an und erfährt, dass mit diesem Röntgenverfahren der menschliche Körper in Querschnittsbildern dargestellt wird. Der „Höhepunkt“ steht aber am Nachmittag auf dem Programm. Im Untergeschoss des St.-Johannes-Hospitals befindet sich der Kernspintomograph. „Du musst hier Uhr und Handy ablegen“, erklärt ihm sein Vater Dr. med. Jens Arlinghaus, „das Magnetfeld ist hier 50.000 Mal stärker als das der Erde.“  Niklas staunt nicht schlecht, als eine Radiologieassistentin einen Schlüssel an das Gerät hält, der ihr beinahe aus der Hand gezogen wird – der Magnet des Kernspintomographen macht es möglich.

 

Zwar findet Niklas diesen Beruf sehr interessant, festlegen möchte er sich jetzt aber noch nicht. „Ich bin ja erst in der achten Klasse“, gibt er zu bedenken. Jetzt muss er sich erst einmal Gedanken darüber machen, wo er sein zweiwöchiges Schülerpraktikum im kommenden Schuljahr absolvieren möchte. Vielleicht zieht es ihn dann wieder in die Radiologie des St.-Johannes Hospitals.

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