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Im JoHo haben gefährliche Keime keine Chance

Unter der Schwarzlichtkontrolle werden alle Keime sichtbar.

Schon beim Betreten des St.-Johannes-Hospitals Dortmund werden Besucher und Patienten von Desinfektionsmittelspendern empfangen. Um sicher zu gehen, dass diese Spender tatsächlich benutzt werden, zählt das St.-Johannes-Hospital Dortmund den Gebrauch. Das Vermeiden von Problemkeimen fängt an den Eingangstüren an und wird überall im JoHo konsequent fortgesetzt. Dass der Umgang mit Keimen und sogenannten multiresistenten Keimen stets ein Thema im JoHo ist, beweist einerseits, dass es noch nie einen besorgniserregenden Ausbruch im JoHo gegeben hat. Andererseits beteiligt sich das JoHo an der Aktion „Keine Keime“. In diesem Rahmen findet im Erdgeschoss des Krankenhauses eine Wanderausstellung statt. Zu sehen ist die vom 25. April bis 11. Mai.

 

Die Wanderausstellung befasst sich mit mehreren Themenkomplexen, etwa „Das geheime Leben der Keime“, „Prävention“ und „Gefahr gebannt durch Antibiotika“? Höhepunkt dürfte die Schwarzlichtkontrolle sein, der sich nicht nur Patienten und Besucher, sondern auch Pflegepersonal und Ärzte unterziehen. „Das Krankenhauspersonal hat eine Vorbildfunktion“, sagt die Anästhesistin und Krankenhaushygienikerin Meike Rudke. Desinfizieren sich Pfleger und Ärzte gründlich, regelmäßig und auch vor den Augen der Patienten und Besucher die Hände, so würde sich dieses Verhalten auf alle übertragen.

 

Große Augen machte Klaus Bathen, Geschäftsführer der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft. Obwohl er auch seinen Ringfinger rund um den Ehering vermeidlich gründlich desinfizierte, sah er bei der Schwarzlichtkontrolle, dass sich noch etliche Keime an jener Stelle befanden. „Das ist auch der Grund, weshalb niemand aus dem Pflege- oder ärztlichen Dienst Schmuck tragen darf“, erklärte Prof. Dr. med. Hubertus Heuer, ärztlicher Direktor des JoHo.

 

Laut Krankenhaushygienikerin Meike Rudke ist es wichtig, das Thema Keime lokal anzugehen. Dies geschieht im JoHo etwa dadurch, dass die Ärzte mindestens drei Mal pro Woche Strategien zum vernünftigen Einsatz von Antibiotika besprechen. Zum Thema gemacht werden dabei auch Maßnahmen bezüglich der Auswahl der Medikamente, der Dosierung und Anwendungsdauer. So sollen Resistenzen vermieden und Patienten nicht unnötig belastet werden. Rudke zufolge ist das Thema Keime zugleich aber auch ein Thema der ganzen Welt. „In Zeiten der Globalisierung müssen wir größer denken“, sagt die Expertin. Urlauber aus Griechenland brächten ebenso Keime mit nach Deutschland wie Menschen, die sich im Ausland operieren lassen. „Die tragende Säule der Krankenhaushygiene besteht aus ausreichend Personal und ausreichend Schulung“, sagt Rudke. Beides ist im JoHo gegeben. „An oberster Stelle steht, dass nur Mitarbeiter mit sauberen Händen an den Patienten arbeiten dürfen“, so die Expertin.

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