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JoHo unterstützt Augenklinik in Ghana

Besuch aus Ghana. Sr. Evelyn hospitiert im JoHo. Zukünftig wird die Augenklinik dort von uns unterstützt.
Vier Wochen arbeitet Schwester Evelyn in der Augenklinik im JoHo. Sie lernt die europäischen Hygienemaßnahmen, Instrumentenlehre und Untersuchungsmethoden kennen, damit sie den helfenden Ärzten tatkräftig im Comboni Augen- OP zur Seite stehen kann. Denn ihre Augenklinik in Ghana hat großes Potential viele Patienten zu behandeln und wird ab Herbst durch das JoHo aktiv unterstützt. Sowohl Ärzte als auch Pflegerinnen und Pfleger und Techniker werden nach Ghana reisen, um dort die medizinische Versorgung zu unterstützen. Wie ist dieses Projekt entstanden? Die German Rotary Volunteers Doctors sind bereit seit langem in solchen Hilfsprojekten unterwegs, so dass über den Chefarzt unserer Klinik, Prof. Dr. Markus Kohlhaas, und einige seiner Oberärzte Kontakt aufgenommen wurde. Oberarzt Dr. Thomas Schilde fuhr Ende 2015 nach Ghana und besuchte mehrere Krankenhäuser und Gesundheitszentren. Er begutachtete die örtlichen Gegebenheiten und medizinischen Voraussetzungen für eine beständige und gute Kooperation. In der Comboni Eye Clinic waren die Voraussetzungen optimal, um zwischen der Ophthalmochirurgie aus dem JoHo und der Klinik zu handeln. Die Klinik liegt im Südosten Ghanas nahe am Volta-Fluss in Sogakope. Die Nachfrage nach augenärztlich medizinischer Versorgung in dieser Region ist sehr hoch. Das multidisziplinäre Hospital bietet gute Voraussetzungen: es liegt nahe der Hauptstadt Accra mit Airport und grenzt an die Nachbarländer Togo, Benin und Nigeria (ca. eine Autostunde). In der Region herrschen stabile soziale und religiöse Verhältnisse, welche eine günstige Voraussetzung für eine dauerhafte Teamarbeit darstellen. Zudem verfügt das Haus über eine eigene Radiosenderstation, wodurch über eine weite Entfernung die Anwesenheit von ärztlicher Hilfe angekündigt werden kann. Die personellen Umstände erlauben eine hoffnungsvolle Zusammenarbeit.
Dr. M. Cham, seit acht Jahren als klinischer Direktor dort tätig, strebt eine Unterstützung des Comboni Hospitals mit den Volunteers Doctors und dem JoHo hoch motiviert an. Er selbst nennt seine Klinik den „sleeping giant“, da das Haus über großes jedoch noch ungenutztes Potential verfügt. In der Augenklinik arbeitet zur Zeit nur Schwester Evelyn. Sie bewältigt fast allein die Flut von Augenpatienten, denen sie nur begrenzt konservativ mit den wenigen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, helfen kann. Die räumlichen Gegebenheiten sind dagegen fast ideal. Die Augenklinik verfügt über Untersuchungsräume, einen mit einem Lamina flow und Mikroskopen ausgestatteten sterilen Augen-OP, Sterilisiationsautoklaven und eine Bettenstation. Auch die medizinisch gerätetechnische Ausstattung ist für den Anfang ausreichend aber ausbaubedürftig. So fehlt es an täglichem Rüstzeug und Utensilien für die routinemäßige augenärztliche Untersuchung und Diagnostik der Patienten sowie hinreichend steriles Mehrweg- bzw. Einweginstrumentarium. Nach eingehenden Beratungen mit dem GRVD Vorsitzenden Christoph Reimann, dem Hauptgeschäftsführer des St.-Johannes-Hospital Klaus Bathen und dem Chefarzt der Augenklinik Prof. Dr. Markus Kohlhaas sowie dem klinischen Leiter des Comboni Hospitals geht nun im Juni bereits ein Techniker des St. Johannes-Hospital dorthin. Er prüft die Geräte und Technik vor Ort, so dass sicher gestellt wird, dass ein erstes entsandtes Ärzteteam im September unverzüglich die Arbeit aufnehmen kann. Im Gegenzug arbeitet Schwester Evelyn für vier Wochen im JoHo. Somit ist eine nachhaltige Tätigkeit vor Ort sichergestellt. Klaus Bathen begrüßt die bevorstehende Kooperation sehr und möchte mit personellen und finanziellen Mitteln das Projekt weiter vorantreiben und nachhaltig fördern.

Schwester Evelyn zu Gast im JoHo
Schwester Evelyn zu Gast im JoHo

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