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Jugendhilfe St. Elisabeth heißt junge Flüchtlinge herzlich willkommen

Die Tüten, auf die die Flüchtlinge und die Besucher Motive zum Thema "Heimat" gemalt hatten, wurden am Abend mit Teelichten toll in Szene gesetzt.
Die Tüten, auf die die Flüchtlinge und die Besucher Motive zum Thema "Heimat" gemalt hatten, wurden am Abend mit Teelichten toll in Szene gesetzt.

Mit Musik, tollen künstlerischen Vorführungen und vielen Gästen aus der Nachbarschaft wurden am Wochenende 17 minderjährige und unbegleitete Flüchtlinge in Wellinghofen willkommen geheißen. Die meisten von ihnen leben seit dem 5. Oktober 2015 in der Einrichtung der Jugendhilfe St. Elisabeth der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft.

 

Martina Buchbinder, Leiterin der Jugendhilfe, kennt ihre Schützlinge ganz genau: „Die meisten von ihnen kommen aus Syrien und dem Irak, ein Teil aus Afghanistan und Albanien.“ Die Strapazen der vergangenen Monate sah man ihnen am Samstag nicht an – im Gegenteil. Sichtlich erfreut waren die jungen Frauen und Männer zwischen 14 und 17 Jahren, wie viele Menschen sie willkommen heißen möchten. Fast 80 Nachbarn, Freunde der Einrichtung, Leute aus Wellinghofen und Umgebung – sie alle waren neugierig. Darauf, wie es den Geflüchteten geht, was sie in der Jugendhilfeeinrichtung machen und wie sie sich in Deutschland einleben. So erfuhren die Gäste, dass die Jugendlichen sehr viel Deutschunterricht erhalten und auf normalen Schulen Auffangklassen besuchen. Einige sprechen sogar schon so gutes Deutsch, dass sie am ganz normalen Regelunterricht teilnehmen können.

 

So gut sich die Jugendlichen in Deutschland einleben werden – ihre Heimat wird immer ein Teil von ihnen bleiben. Das verdeutlichten sie mit einer Aktion am Samstag beim Willkommensfest: Auf Butterbrottüten malten sie, was für sie „Heimat“ bedeutet. Auch die Betreuer, Nachbarn, Kinder von Kindergärten und Schulen in Wellinghofen bemalten die kleinen weißen Beutelchen zum Thema. Brennende Teelichte in den Tüten wurden bei Einbruch der Dunkelheit angezündet, sodass ein tolles Lichtkunstwerk entstand.

 

Zeitgleich ließ der Videokünstler Jörg Rost aus Schwerte einen Baum sprechen, indem er die Münder der Flüchtlinge auf das Holz projizierte. Zuvor hatte der Künstler die jungen Frauen und Männer befragt, wie sie sich in Deutschland fühlen, welche Wünsche und Ängste sie haben. Diese Aussagen auf Deutsch erschienen am Samstag auf dem Baum.

 

Direkt daneben war Aktionsmaler Mark Westermann aus Essen damit beschäftigt, den Jugendlichen und Besuchern das Thema „Vergänglichkeit“ näherzubringen. Er malte Kunstwerke auf eine Leinwand, die wenige Sekunden später wieder verschwanden.

 

Das Thema „Vergänglichkeit“ war wohl auch im Haus am Buffet großes Thema. Alle Besucher des Festes erfreuten sich an den üppig aufgetischten Gerichten, zumeist türkische Spezialitäten.

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