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Neue Pfarrerin am St.-Elisabeth-Krankenhaus

Silke Konieczny arbeitet fortan in Kurl

Mehr als 3 Jahre war Pfarrerin Silke Konieczny als Seelsorgerin für die Patienten am JoHo da. Anfang November wechselte sie zum St.-Elisabeth-Krankenhaus in Kurl. Uns erzählte Konieczny, was die Arbeit als Seelsorgerin so reizvoll macht, und was sie unternimmt, wenn ihre eigene Seele mal „Muskelkater“ hat.

 

Pfarrerin Silke Konieczny hört zu, wenn Patienten in Ruhe über ihre Gedanken, Ängste und Sorgen reden möchten. Konieczny kommt, wenn alle Hoffnung verloren zu sein scheint, und spendet Trost, macht Mut oder ist einfach nur da.

 

Die Seelsorge ist in allen Einrichtungen der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft ein großes und wichtiges Thema. Am St.-Johannes-Hospital arbeiten der katholische Krankenhauspfarrer Thomas Müller, Schwester Magdalena Hartmann auf der Palliativstation sowie der evangeli-sche Pfarrer Olaf Kaiser, Pfarrer Rainer Müller, der ab dem 1. September seinen Arbeits-schwerpunkt im Marien-Hospital in Hombruch hat, und eben Silke Konieczny. Die gebürtige Bochumerin wechselt in wenigen Wochen ihren Arbeitsplatz. Ab dem 1. November wird sie als Pfarrerin und Seelsorgerin am St.-Elisabeth-Krankenhaus in Dortmund-Kurl arbeiten. Im dortigen Altenheim wird sie unterstützt von einer evangelischen Kollegin; außerdem wird sie eng mit Schwester Magdalena Hartmann zusammenarbeiten.

 

Eines der Schwerpunkte dieses Krankenhauses, das zur Kath. St.-Johannes-Gesellschaft ge-hört, ist die Geriatrie. „Ich bin gespannt, was dort gewünscht und möglich ist“, sagt Ko-nieczny. Sie könne sich vorstellen, dass ihre primäre Aufgabe dort die Seelsorge von Patien-ten und von den Angehörigen sein wird. Weil das St.-Elisabeth-Krankenhaus eine recht kleine Einrichtung sei, wünsche sie sich außerdem einen intensiven Kontakt zu möglichst allen Mitarbeitern.

 

Am Joho schätzt Konieczny vor allem die enge Bindung zwischen Pflege und Seelsorge. „Die Pflegekräfte weisen die Patienten von sich aus darauf hin, dass es uns gibt“, sagt die Theolo-gin. Eine besondere Genugtuung verspürt sie bei einer längeren Begleitung von Patienten. „Und wenn sie dann auch noch genesen entlassen werden, macht mich das froh.“ Auch in akuten Krisensituationen sind Konieczny und ihre Kollegen zur Stelle, wenn einem Patienten eine schwierige Operation bevorsteht, die Angst macht, oder auch um Angehörige zu unter-stützen, wenn jemand verstorben ist.

 

Konieczny und ihre Kollegen sind mit ganzem Herzen für ihre Patienten da. Daher ist es selbstverständlich, dass die seelsorgerische Arbeit nicht spurlos an ihnen vorüber geht. Auch ihre Seele hat mal Muskelkater. Konieczny sagt: „Gute Seelsorge erfordert gute Selbstsorge.“ Für Seelsorger, die sich gedanklich oft im Grenzbereich zum Tod bewegen, sei es sehr wichtig, darüber zu reden. Das geschieht vor allem in so genannten Supervisionen, in denen Seelsorger untereinander Fälle besprechen und beleuchten. Konieczny selbst ist ausgebildete Supervisorin, nimmt daher nicht nur an diesen Besprechungen teil, sondern moderiert diese auch. Das tut sie im Auftrag der evangelischen Landeskirche. Konieczny weiß: „Seelsorge funktioniert nicht am Fließband.“

 

In Kurl wird Konieczny ab dem 1. November arbeiten. Damit wird sie die Nachfolgerin von Pfarrer Reiner Richter, der sich Ende September in den Ruhestand verabschiedete. Den Pati-enten und Mitarbeiterin am JoHo bleibt sie – zumindest zeitweise – erhalten. Vertretungs-weise wird sie durch Gottesdienste führen, außerdem wird sie ab und zu während eines Be-reitschaftsdienstes sicherlich ins JoHo kommen.

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