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Schnarchen bis der Arzt kommt...

Dauerhaftes Schnarchen ist auf jeden Fall behandlungsbedürftig, auch wenn jeder mal schnarcht. Morgendliche Müdigkeit ist ein Alarmsignal. Besonders lange Atemaussetzer, denen dann mal ein ganz tiefer Schnarcher folgt, sind gesundheitlich nicht mehr unbedenklich. „Sie stressen den Körper sehr. Erholsamer Schlaf ist so nicht möglich.“
Zunächst muss festgestellt werden, wo genau der nächtliche Lärm entsteht – vibriert der weiche Gaumen? Flattert das Zäpfchen? Sind die Mandeln vergrößert? Ist der Verursacher gefunden, kann nach einer geeigneten Therapie gesucht werden. „Vergrößerte Gaumenmandeln kommen als Verursacher für das Schnarchen in Frage“, sagt Dr. Luckhaupt. „In diesem Fall können wir sie verkleinern“, wobei moderne Methoden diesen Eingriff nicht mehr mit den Mandel-OPs früherer Jahre vergleichbar machen.


Nicht nur Hals-Nasen-Ohrenheilkunde kann den Schnarcher heilen: „Gar nicht so selten hilft eine speziell vom Zahnarzt angepasst Aufbissschiene“, sagt Luckhaupt. Sie wird nachts getragen und schiebt Ober- und Unterkiefer in die korrekte Position. Lärmträchtige Fehlhaltungen werden so ausgeglichen. Ein weiterer Ausgangspunkt für Geräusche ist das erschlaffte Gewebe des weichen, hinteren Gaumens. Dr. Luckhaupt kann mit laserchirurgischen Mitteln erreichen, dass Zäpfchen und Gaumenbögen nicht mehr den Atem-Luftstrom beeinträchtigen. „Das geht mit Lasertechnik präzise und unblutig, denn die Ränder der Wunde werden mit dem Laser gleichsam zugeschmolzen.“ Dadurch verkürzt sich die Heilungszeit: „Aber ein bis zwei Wochen lang sollte man scharfe, heiße und saure Speisen vermeiden.“
Die Mühe lohnt sich: „Nicht nur Sie selber können endlich wieder ruhig schlafen, wenn Ihr Körper nicht jede Nacht gegen das Ersticken kämpfen muss. Auch Partner, Familienmitglieder oder in ganz schweren Fällen die Nachbarn sind morgens ausgeschlafener ohne das nächtliche Schnarchkonzert.“ So kann eine Gaumenplastik unter Umständen sogar Ehen retten.

Was hilft bei Schnarchen?

  • Nase frei! Bei Schnupfen und Allergien oder einer verkrümmten Nasenscheidewand atmet man oft durch den Mund. Dadurch verengt sich im Rachen die Öffnung der Atemwege, die Zunge wird gegen die Rachenhinterwand gezogen und das Röchelgeräusch beginnt.
  • Leichtes Abendessen! Ein voller Magen kann das Zwerchfell und die Lunge nach oben drücken. Dadurch wird weniger Zug auf die Atemwege ausgeübt und an geeigneten Stellen flattern erschlaffte Teile im Atemwind.
  • Bei Bedarf abnehmen! Körperfett drückt ebenso Lunge und Zwerchfell nach oben. Über 70 Prozent der Menschen mit Schlafapnoe haben Übergewicht. Überschüssiger Speck am Hals (das Doppelkinn) engt die Atemwege zusätzlich ein.
  • Umdrehen! Auf dem Bauch oder der Seite bleibt die Zunge eher vom Gaumen weg.
  • Anheben! Bei manchen Schnarchern ist es Flüssigkeit, die im Liegen aus den unteren Körperregionen an schnarch-förderliche Stellen der Weichteile am Hals laufen kann. Ist das Kopfende des Bettes zehn Zentimeter höher als das Fußende, wird der Hals nicht mehr durch Gewebeflüssigkeit verengt.
  • Alkohol vermeiden! Alkohol setzt die Muskelspannung herab, auch da, wo die Atemluft entlang zieht. Gleiches gilt für beruhigende Medikamente wie Schlafmittel, Antidepressiva und Neuroleptika.
  • Blasinstrument spielen! Sicher nichts für jedermann, aber gutes Training für Rachen und Gaumenmuskulatur. Egal ob Trompete oder Digeridoo – machen Sie lieber tagsüber Lärm!

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