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Was Senioren bei Urlaubsplanung beachten sollten

Wer seinen Urlaub in südlichen Ländern verbringen möchte, sollte die ganz heißen Monate Juli und August vermeiden. Foto: Fotolia
Wer seinen Urlaub in südlichen Ländern verbringen möchte, sollte die ganz heißen Monate Juli und August vermeiden. Foto: Fotolia

Zuerst zum Arzt

Am Anfang jeder Planung sollte das Gespräch mit dem Hausarzt stehen. So bleibt auch genügend Zeit für eventuell notwenige Impfungen. Steht dem Urlaub aus medizinischer Sicht nichts im Wege, ist es sinnvoll, um eine Bescheinigung über bestehende Erkrankungen zu bitten – bei Auslandsreisen möglichst in englischer Sprache. Auch ein für die Reise ausreichender Medikamentenvorrat muss garantiert sein – die Hälfte davon im Handgepäck, den Rest im Koffer mitführen. Dabei ganz wichtig: Besonderheiten beachten. Zum Beispiel müssen Schmerzmittel (Morphine) als solche deklariert und Insuline in Originalverpackung, gekühlt und mit Beipackzettel versehen sein. Und: Internationale Freinamen der Medikamente notieren. Mit Handelsnamen kann der Arzt im Ausland nichts anfangen.

 

Die Wahl des Reiseziels

Deutschland ist bei Senioren mit 60 Prozent immer noch das beliebteste Reiseziel, gefolgt von Österreich, Italien und Spanien. Wer sich für die südlichen Länder entscheidet, sollte unbedingt auf die Reisezeit achten und die heißen Monate Juli und August meiden. Ansonsten gilt in allen Fällen: Die Wahl der Unterkunft ist mindestens ebenso wichtig die die Wahl des Urlaubsorts. Gibt es Rampen und Aufzüge? Mit Hilfsmitteln ausgestattete Badezimmer? Einen Gepäcktransport? Medizinische Betreuung vor Ort? Frühstück vor 8 Uhr? Das Abendessen nicht zu spät? Mittlerweile gibt es immer mehr Spezialisten unter den Urlaubsanbietern. So kann zum Beispiel auch die Pflege eines Angehörigen mit einer Reise kombiniert werden. So genannte Pflegehotels machen das möglich.

 

Am Urlaubsort

Hier heißt es: den Urlaub ruhig angehen lassen. Der ältere Körper braucht mehr Zeit, um sich auf eine andere Umgebung und ein anderes Klima einzustellen – vor allem bei Fernreisen. Die wichtigsten Regeln: genügend trinken, für ausreichend UV-Schutz sorgen und sich nicht zu viel für einen Tag vornehmen.

 

Flugreisen

Wer sich für eine Flugreise entscheidet, muss sehr sorgfältig planen. Denn an Bord eines Verkehrsflugzeuges herrschen besondere Bedingungen. Durch den geringeren Druck in der Kabine dehnt sich Luft aus, die sich zum Beispiel auch im Darm oder Mittelohr befindet. Ebenfalls belastend für den Körper sind die Trockenheit der Luft und die geringen Bewegungsmöglichkeiten. Hinzu kommt die mit einer Flugreise oft verbundene Zeitverschiebung, die bei älteren Menschen eher zu Schlafstörungen, Infektionsanfälligkeit und Müdigkeit führen kann. Die Faustregel besagt: pro Stunde Zeitverschiebung einen halben Tag Eingewöhnungszeit rechnen. Ganz wichtig: Bei gewissen Erkrankungen und chronischen Leiden ist eine Beurteilung der Flugreisetauglichkeit durch den Medizinischen Dienst der Fluggesellschaft einzuholen. Ein entsprechendes Formular (MEDA) muss vorher ausgefüllt werden. Bei Vielfliegern mit chronischen Erkrankungen ist die Beantragung einer FREMEC-Karte (Frequent Travellers Medical Card) angeraten. Ebenfalls zu beachten: Eigene Sauerstoffflaschen oder anderes medizinisches Gerät dürfen nicht bei allen Gesellschaften mit an Bord gebracht werden. Unbedingt vorab Informationen einholen.

 

Schon gewusst?

Ein Drittel aller Reisenden ist über 60. Rund 50 Prozent der über 70-jährigen Urlauber zieht es ins Ausland.

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