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Was tun, um Neujahrsvorsätze einzuhalten?

Das Jahr ist zu Ende, und schon sind sie wieder da, die guten Vorsätze: gesünder essen, mehr Sport, endlich nicht mehr rauchen. Hatten wir das nicht schon mal? Im Zweifelsfall ja. Denn fast genauso sicher wie der gute Vorsatz zum neuen Jahr ist sein Scheitern. Doch schon am nächsten Silvesterabend sind die schlechten Erfahrungen mit den guten Vorsätzen vergessen.

 

Warum ist das so? „Wir Menschen leben von der Veränderung“, sagt Dr. med. Harald Krauß. Der Chefarzt leitet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Marien Hospital in Dortmund und weiß: „Neujahr ist zwar ein künstliches Datum, es bedeutet für uns Menschen aber auch eine Art Umbruch.“ Man nehme den 1.1. als schönen Anlass, etwas im eigenen Leben zu verändern – und zwar zum Besseren. „Viele Leute hingegen möchten ab ihrem Geburtstag etwas ändern, also ab einem Datum, das ihnen etwas bedeutet.“

 

Neujahrsvorsätze sind in der Regel von hohem Anspruch. Mehr Zeit den Lieben widmen, zehn Kilo abnehmen, das Rauchen aufgeben, für einen Marathon trainieren – quasi ein anderer Mensch werden: Oft werden diese Vorsätze nach wenigen Tagen oder Wochen wieder aufgegeben. Damit das nicht passiert, rät Dr. Harald Krauß: „Wichtig ist, sich realistische Ziele zu setzen.“ Diese Ziele sollten nicht zu eng gesteckt sein, außerdem sollte niemand zu streng mit sich selbst sein. Wer zum Beispiel abnehmen möchte, der sollte nicht gänzlich auf Schokolade verzichten. „Derjenige sollte zum Beispiel nur drei Stücke Schokolade pro Woche essen, um sich nicht allzu sehr zu bestrafen. Außerdem ist es unrealistisch, dauerhaft auf Dinge zu verzichten, die man gerne hat“, sagt Dr. Harald Krauß. Wer anfangs zu streng zu sich ist, verliert eher das Ziel – also den Neujahrsvorsatz – aus den Augen. Wichtig sei es dem Mediziner zufolge dann, die Ziele umzuformulieren.

 

Schwieriger haben es diejenigen, die mit dem Rauchen aufhören möchten. „Nikotin ist eins der potentesten Suchtmittel. Es gibt nur wenige Leute, die einfach so aufhören können“, sagt Dr. Harald Krauß. Er rät Rauchern, sich therapeutische Hilfe zu suchen – damit es mit dem Vorsatz auch klappt.

Bernd Leitner/iStock

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