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Einladung zur Finnisage im St.-Johannes-Hospital

Freitag, 17.01.2020, 17 Uhr

Patienten, Mitarbeiter und Besucher bleiben immer wieder fasziniert vor den Bildern der Ausstellung „Timelines“ im Röntgenflur St.-Johannes-Hospital stehen. Sie fühlen sich eingeladen von den schwarz-weiß Fotografien, die Menschen in ganz verschiedenen Lebens- und Tagessituationen zeigen. Fotokünstler Ralf Scherer wird zum Abschluß seiner Ausstellung in einer Führung die Geschichten seiner Bilder persönlich noch einmal erzählen.

Wir laden zur Finissage am 17.01.2020, 17:00 Uhr, zum Ende der Ausstellung Timelines gemeinsam mit dem Fotografen Ralf Scherer herzlich ein!

In seiner 25-jährigen Tätigkeit als Krankenpfleger- auf einer Intensivstation in Witten – wird er täglich mit Schicksalen und Geschichten der Patienten konfrontiert. Das hat sein Leben sehr geprägt und seine Leidenschaft zur Fotografie in Richtung Street Fotografie gelenkt. Hier sieht er die Möglichkeit, Momente und Situationen einzelner Menschen einzufangen. Scherers Art der Street Fotografie besteht aus Momentaufnahmen des täglichen Lebens - ungefragt und ungestellt.

Jede Phase des Lebens hat dabei seinen ganz eigenen Reiz.

Wenn man Ralf Scherer über seine Bilder und die Art und Weise, wie diese entstanden sind, reden hört, merkt man sofort wie leidenschaftlich und überlegt er seine Fotografie betreibt. Der Satz ,,Ich suche nicht bewusst nach Motiven, aber ganz oft sind es die Motive, die MICH finden!'' fällt immer wieder und das belegen auch die Geschichten um die einzelnen Bilder.

Menschen im Ausland

Anders als vielleicht der eine oder andere Street-Fotograf macht er es sich zur Aufgabe, die Szenen nicht in unmittelbarer Nähe seines Lebens zu suchen oder deutsche Großstädte zu bereisen, sondern distanziert sich hier ganz bewusst von Deutschland. Seine Liebe zum Reisen verbindet er so mit seiner Leidenschaft zum Fotografieren. Nach seinen Erfahrungen - so erzählt er, sind die Menschen im Ausland oft auch viel offener und aufgeschlossener, aber vor allem unvoreingenommener ihm gegenüber.

Seine Auslandsreisen bilden somit den Mittelpunkt seiner Bilder. Das Gespür für besondere Momente und Orte mit einer Aussage, aber vor allem für Menschen in - für sie alltäglichen - Situationen, hat sich mit den letzten Jahren mehr und mehr geschärft.

Nähe schaffen durch 35mm Linse

Aber auch bei der Wahl der Kamera oder besonders bei der Auswahl seines (einzigen) Objektives entscheidet sich Ralf Scherer für eine Brennweite, die ihn bewusst aus seiner Komfortzone lockt. Die 35mm Linse zwingt ihn meist dazu, sich mit den Motiven näher auseinanderzusetzen und vor allem den Menschen im Fokus seiner Motive empfindlich nah zu kommen. Er macht somit automatisch auf sich aufmerksam, sucht aber gleichzeitig den Kontakt zu den abgebildeten Menschen. Meist füllen sich so die Szenen mit Inhalt und das, was sich auf dem Sensor wiederfindet, bekommt eine Geschichte.


Die Nähe zum Menschen ist ihm durch seinen Beruf als lntensivpfleger im Krankenhaus immer schon ein vertrauter Begleiter. Doch die Street-Fotografie wird durch diese Nähe nicht immer ein leichtes Unterfangen. Nie weiß man vorher, wie die Wunschmotive diese Ideen aufnehmen oder deren Umfeld auf den Fotografen reagieren, der in ihre Privatsphäre dringt.

Aber es ist wohl genau diese Mischung aus Spannung und Empathie, die Ralf an diese Art der Fotografie so fesselt und die seine Bilder zu etwas ganz Besonderem machen.


Ort: Treffen im Röntgenflur, St.-Johannes-Hospital
Zeit: 17. Januar 2020, 17:00 Uhr

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