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5 Jahre Dortmunder Centrum für Stammzelltransplantation

Kurze Wege für Patienten

5-jähriges Bestehen des Dortmunder Centrum für Zelltransplantation
Kooperation zwischen St.-Johannes-Hospital und Klinikum Dortmund als gelungenes Beispiel geforderter Umstrukturierung im Krankenhaussektor


Dortmund, 13.11.2019. Die von Minister Laumann geforderte Umstrukturierung in der Krankenhauslandschaft bereits zu Beginn seiner Amtszeit, hat in Dortmund konkrete Umsetzung gefunden: das St.-Johannes-Hospital und das Klinikum Dortmund fassten ihre Ressourcen und Expertisen zusammen und gründeten das Dortmunder Centrum für Zelltransplantation DCZ. Für die Patienten in Dortmund bedeutet dies eine bedarfsgerechte Versorgung mit gebündelten Kompetenzen und kurzen Wegen.


In der kürzlich erschienen Bertelsmann Studie zur zukünftigen Entwicklung des Krankenhaussektors sind die Forderungen von Minister Laumann aufgenommen: genaue Planung, Vermeidung von Doppelstrukturen und bedarfsgerechte Versorgung sollen zeitnah umgesetzt werden. Dies findet sich in der Dortmunder Kooperation: Die Versorgung der Patienten mit Leukämien und Lymphomen wird in Dortmund passgenau umgesetzt. Denn die Blutstammzelltransplantation ist für viele Patienten mit bösartigen Bluterkrankungen die derzeit wirkungsvollste Therapie und für einige Patienten sogar die einzige Chance auf Heilung. Die Therapie erfordert ein erfahrenes Kernteam in der Behandlung von Bluterkrankung und einer Expertise in der Stammzelltransplantation. Die Transplantation ist eine sehr komplexe Therapie, die zudem erfordert, dass mit vielen weiteren Fachdisziplinen eng zusammengearbeitet wird. Bis 2014 konnten Patienten mit bösartigen Bluterkrankungen in Dortmund nicht umfassend behandelt werden, weil die Blutstammzelltransplantation nicht durchgeführt werden konnte. Patienten, und Angehörige, mussten zu Therapien in andere Städte, vor allem Essen und Münster, ausweichen. PD Dr. R. G. Meyer, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II im St.-Johannes-Hospital und Prof. M. Heike, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Klinikum Dortmund, haben für eine gemeinsame Lösung geworben und mit Unterstützung der Geschäftsführungen beider Häuser Strukturen geschaffen, in die jedes Haus seine Kernexpertise im Sinne der Therapieversorgung einbringt.


So wurde 2015 das Dortmunder Centrum für Zelltransplantation gegründet: Neben der Einrichtung einer Transplantationskoordination, die in beiden Häusern die Vorbereitung der Patienten begleitet und organisiert, gibt es wöchentliche gemeinsame Besprechungen und gemeinsame Visiten bei Patienten. Diese Entwicklung steht für die gute Zusammenarbeit beider Kliniken in Dortmund, die damit die Patientenversorgung in Dortmund stärken.


Werdegang der Kooperation DCZ
- Im März 2015 wurde die erste autologe Blutstammzelltransplantation (mit eigenen Blutstammzellen) des Zentrums am St.-Johannes-Hospital durchgeführt.
- Im März 2016 wurde die Kooperation vertraglich geregelt.
- Im Jahr 2017 wurden 30, im Jahr 2018 über 40 autologe Transplantationen durchgeführt.
- Im Mai 2017 fand eine gemeinsame Spender-Aktion im St.-Johannes-Hospital statt: „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“. Über 220 potentielle Stammzellspender konnten in Zusammenarbeit mit der DKMS gewonnen werden. Beteiligt haben sich Mitarbeiter des St.-Johannes-Hospitals und des Klinikums Dortmund sowie Krankenpflegeschüler beider Häuser und die Schüler des Robert-Schumann-Berufskollegs.
- Im Juli 2017 fand eine erste überregionale Fachkonferenz zu Bluterkrankungen in Dortmund statt, die von beiden Häusern gemeinsam gestaltet wurde (1. Dortmunder „post-ICML“) und im Zweijahres-Rhythmus stattfindet.
- Ab März 2018 werden die autologen Blutstammzellen in der Blutbank des Klinikums gesammelt.
- Im Herbst 2018 konnten die ersten allogenen (von einem gesunden Spender stammenden) Blutstammzellen im Zentrum transplantiert werden.
- In diesem Jahr erweitert das JoHo seine Transplantationsstation und baute 5 neue spezialisierte Zimmer für Transplantationspatienten dazu. Sie werden im Januar 2020 fertig gestellt.


Das Projekt Dortmunder Centrum für Zelltransplantation ist ein Beispiel für eine gelungene Kooperation und zeigt, dass sowohl die lokale Versorgung als auch die beteiligten Einrichtungen und vor allem die Patienten vor Ort profitieren.


Logo
Das Logo des DCZ zeigt eine Biene – ein in der Naturwissenschaft eingeführtes Bild. Denn es ist, als hätte der Superorganismus des Bienenstocks omnipotente Stammzellen, die er jederzeit dort einsetzen kann, wo sie gebraucht werden. Der Mensch musste diese Technik erst erlernen, die das Bienenvolk seit Millionen von Jahren beherrscht.

PD Dr. Meyer, Prof. Dr. Heike, Dr. Rethwisch, Dr. Hindahl

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