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Spiegel Online - Bewertung unseres Brustzentrums

Dortmund, 13.11.2018. Unter dem Titel „73 Krankenhäuser liefern unzureichende Qualität" zeigt Spiegel online am 12.11.2018 mit einem Artikel und einer dazugehörigen Landkarte die Ergebnisse einer Untersuchung des G-BA über schlecht bewertete Krankenhäuser. Die Auswertungen betrifft neben der Geburtshilfe und gynäkologischen Eingriffen auch die Mammachirurgie. Diese Bewertung muss jedoch differenziert betrachtet werden.

Brustzentrum im St.-Johannes-Hospital mit hohem medizinischem Niveau

Am Brustzentrum des St.-Johannes-Hospitals werden jährlich über 300 Frauen mit einer Brustkrebs-Neuerkrankung betreut. Das Brustzentrum arbeitet mit sehr hoher medizinischer  Qualität. Es wird seit vielen Jahren ein Verfahren angewendet, dass im Vergleich zur Präparate-Sonographie deutlich aussagekräftiger und für die hoch qualitative Behandlung der Patientinnen deutlich relevanter ist.

Zuverlässiges Untersuchungsergebnis durch Schnellschnittverfahren und Intraoperative Präparate-Sonographie
Bei der  intraoperativen Präparate-Sonographie wird mit dem entnommenen Gewebe per Ultraschall im OP-Saal untersucht, ob der Tumor im Präparat enthalten ist und im Gesunden entfernt wurde. Diese Vorgehensweise wird nur bei vorher sonografisch mittels Draht markierten Tumoren vorgenommen. Der G-BA hat diese Untersuchung in die Leitlinie aufgenommen, um die medizinische Qualität in Krankenhäusern zu stärken, die aufgrund von örtlichen Entfernungen nicht die Möglichkeit haben, pathologische Diagnostik im Schnellverfahren durchzuführen.

Mit dem intraoperativen Schnellschnitt- oder Gefrierschnittverfahren kann jedoch die Genauigkeit der Tumorentfernung deutlich exakter festgelegt werden als die intraoperative Präparatesonografie dies ermöglicht. Damit erreichen die Ärzte des Brustzentrums eine signifikante Senkung der Rate an Nachoperationen. Chefarzt PD Dr. Georg Kunz kommentiert das Verfahren: „Unser Brustzentrum kann aufgrund der besonderen Nähe zur Pathologie und des zeitlich parallelen Verfahrens ein zuverlässiges Untersuchungsergebnis vorweisen. Damit können wir unseren Patientinnen eine  große Sicherheit und Vertrauen in ihre Behandlung geben.“


Der Schnellschnitt  wird während der OP per Rohrpost in Minutenschnelle in die angeschlossene Pathologie geschickt, die sich dem St.-Johannes-Hospital gegenüberliegend in der Amalienstraße befindet, so dass bereits direkt während der OP weitere Behandlungsmaßnahmen umgesetzt werden können. Der G-BA fordert in seiner Leitlinie die Präparate-Sonographie. Aufgrund dieser Forderung vom G-BA wird die Präparate-Sonografie seit 2018 im St.-Johannes-Hospital zusätzlich durchgeführt, die Daten der Untersuchung stammen aus dem Jahr 2017. An der Verwendung des deutlich sichereren Schnellschnittverfahrens im Brustzentrum des St.-Johannes-Hospitals ändert diese Vorgabe des G-BA nichts.

 

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